Ethik vor Klima? Warum mein Veganismus mit dem Klimawandel kollidiert – und ihn trotzdem bekämpft

Ich lebe vegan. Nicht wegen der Klimakrise, nicht weil Greta Thunberg das Thema in die Schlagzeilen gebracht hat, nicht weil es gerade gesellschaftlich diskutiert wird. Ich war schon vegan, als die Welt sich noch in ihrem selbstgerechten Fleischrausch sonnte und Fridays for Future nicht einmal ein Begriff war.

Für mich steht eines im Vordergrund: Die Tiere. Ihre Ausbeutung, ihr Leid, ihre systematische Erniedrigung durch den Menschen. Ich mache da keinen Unterschied zwischen Tier und Mensch – beide sind empfindungsfähige Lebewesen. Und die Katastrophe, die wir heraufbeschwören, betrifft alle gleichermaßen.

🔥 Tierindustrie: Gewalt gegen Leben – und gegen das Klima

Was ich im Laufe der Jahre erkannt habe: Die Tierindustrie ist nicht nur ein ethischer Albtraum, sie ist auch ein ökologischer Brandherd. Sie treibt den Klimawandel massiv voran – und wenn Du glaubst, Dein Konsum habe nichts damit zu tun, musst Du noch einiges lernen.

– Methan, Lachgas und CO₂ entstehen in gigantischem Ausmaß durch Tierhaltung.
– Regenwälder werden gerodet, damit Soja angebaut wird – nicht für Tofu, sondern für Tierfutter.
– Wasser wird verschwendet, Böden werden ausgelaugt, Arten sterben aus – alles im Namen von Fleisch, Milch und Eiern.
– Und während Du vielleicht glaubst, dass das „natürliche“ Produkte sind, stirbt die Natur täglich für ihre Herstellung.

Ich habe mich nicht dem Veganismus zugewandt, um das Klima zu retten. Aber es war eine radikale Nebenwirkung meiner Entscheidung – und eine, die ich heute mit Nachdruck verteidige.

🌍 Klima und Ethik sind kein Widerspruch

Manche sagen, man solle doch nicht alles vermischen – Ethik, Umwelt, Gesundheit. Ich sage: Man muss. Denn diese Themen sind nicht voneinander zu trennen. Wer Tiere tötet, schädigt die Umwelt. Wer die Umwelt zerstört, gefährdet Tiere. Das eine bedingt das andere.

Ich lebe vegan aus Mitgefühl. Aus Empörung. Aus moralischem Anspruch. Aber meine Entscheidungen haben Auswirkungen auf die Erde, auf die Atmosphäre, auf die Zukunft.

Veganismus ist für mich kein Lifestyle. Es ist ein Akt des Widerstands gegen ein System, das Leben verachtet – menschliches wie tierisches.

🐾 Der Klimawandel trifft alle – und das ignoriere ich nicht

Die Klimakrise ist eine globale Katastrophe. Hitzewellen, Überschwemmungen, Artensterben, Nahrungsknappheit – das trifft Menschen und Tiere gleichermaßen. Und nein, ich mache da keinen Unterschied. Eine Kuh, die in einem Stall verreckt, leidet genauso wie ein Mensch, der sein Haus verliert.

Aber während viele noch diskutieren, ob vegane Ernährung „zu extrem“ ist, verglüht die Realität vor unseren Augen. Ich bin radikal, weil die Situation es verlangt.

🥦 Veganismus als Systemwandel – nicht als Diät

Ich will Dir nichts vormachen: Es reicht nicht, einfach Hafermilch statt Kuhmilch zu kaufen. Vegan zu leben bedeutet, ein System zu boykottieren, das auf Gewalt, Ausbeutung und Umweltzerstörung basiert.

Es bedeutet:
– Kein Geld mehr für Tierindustrie.
– Keine Unterstützung für Klimazerstörung.
– Keine Kompromisse bei ethischen Prinzipien.

Ich wünsche mir, dass Du verstehst: Du kannst kein Tier konsumieren, ohne auch die Umwelt zu verletzen.

💪 Meine tägliche Entscheidung – Deine auch?

Jeden Tag treffe ich Entscheidungen, die dem Leben dienen. Ich esse pflanzlich, ich informiere mich, ich teile mein Wissen. Nicht weil ich ein Heiliger bin – sondern weil ich keine Alternative sehe.

Du kannst heute entscheiden, ob Du Teil der Lösung sein willst. Ob Du Dich informierst, umsteigst, experimentierst. Ob Du aufhörst, Fleisch zu essen, nicht weil es trendy ist – sondern weil es falsch ist.

Und ganz nebenbei schützt Du das Klima. Verrückt, oder?

🔚 Schlusswort: Alles hängt zusammen

Ich bin seit Jahren vegan. Damals, als kaum jemand davon sprach. Heute, wo das Thema in den Medien ist, bin ich immer noch dabei – nicht wegen Greta, sondern wegen der Tiere. Und weil ich inzwischen weiß: Veganismus rettet nicht nur Leben, sondern auch die Welt.

Ob Du mitmachst, bleibt Dir überlassen. Aber Du wirst nie behaupten können, Du hättest es nicht gewusst.

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