Warum Fleischesser:innen und Anti-Veganer:innen Social Media mit ihren Kommentaren fluten – und warum sie sich selbst damit schaden

Social Media ist ein Ort, an dem Menschen ihre Meinungen teilen, diskutieren und manchmal auch streiten. Doch wenn es um vegane Inhalte geht, scheint es eine besondere Gruppe von Kommentierenden zu geben: Fleischesser:innen und Anti-Veganer:innen, die jeden Beitrag mit abwertenden Sprüchen, dummen Fragen und Kotze-Emojis bombardieren. Du kennst sie sicher – die Menschen, die sich scheinbar dazu berufen fühlen, ihre Abneigung gegen vegane Lebensweisen lautstark kundzutun. Aber warum tun sie das? Und was sagt das über sie aus?

Der Algorithmus liebt Kommentare – egal, wie negativ sie sind

Was viele dieser Kommentierenden nicht verstehen: Jeder Kommentar, den sie hinterlassen, hilft dem Beitrag, den sie eigentlich kritisieren wollen. Social-Media-Algorithmen sind darauf ausgelegt, Interaktionen zu fördern. Das bedeutet, dass ein Beitrag mit vielen Kommentaren – unabhängig davon, ob diese positiv oder negativ sind – als relevant eingestuft wird und dadurch noch mehr Menschen angezeigt wird. Ironischerweise sorgen Fleischesser:innen und Anti-Veganer:innen also selbst dafür, dass vegane Inhalte eine größere Reichweite bekommen.

Und es bleibt nicht dabei: Der Algorithmus merkt sich, dass diese Personen mit veganen Beiträgen interagieren. Das Ergebnis? Sie und ihre Freund:innen bekommen noch mehr solcher Inhalte angezeigt. Es ist fast schon ein Teufelskreis, den sie selbst erschaffen.

Warum dieses Verhalten so irrational ist

Hier kommt meine persönliche Meinung ins Spiel: Der Konsum von tierischen Produkten scheint tatsächlich etwas mit dem Gehirn anzustellen. Denn wie sonst lässt sich erklären, dass Menschen sich so irrational verhalten? Sie investieren Zeit und Energie, um Inhalte zu kommentieren, die sie eigentlich ablehnen – und fördern diese Inhalte dadurch aktiv. Es ist, als würden sie gegen ihre eigenen Interessen arbeiten.

Natürlich könnte man argumentieren, dass es sich dabei um eine Form von Trotz handelt. Vielleicht fühlen sich diese Menschen durch vegane Inhalte angegriffen oder in ihrer Lebensweise kritisiert. Doch selbst wenn das der Fall ist, bleibt die Frage: Warum reagieren sie so emotional und destruktiv? Warum nicht einfach weiterscrollen und sich auf Inhalte konzentrieren, die sie unterstützen?

Die Macht der Ignoranz

Ein weiterer Punkt, den ich oft beobachte, ist die Ignoranz gegenüber Fakten. Viele der Fragen, die unter veganen Beiträgen gestellt werden, wurden bereits millionenfach beantwortet. „Woher bekommst Du Dein Protein?“ „Ist das nicht ungesund?“ „Was ist mit B12?“ Diese Fragen sind nicht nur redundant, sondern zeigen auch, dass die Kommentierenden sich nicht die Mühe machen, sich wirklich zu informieren. Stattdessen greifen sie zu abwertenden Sprüchen und Emojis, die ihre Ablehnung ausdrücken sollen.

Doch diese Ignoranz schadet letztlich nur ihnen selbst. Denn während sie sich über vegane Inhalte lustig machen, verpassen sie die Chance, etwas Neues zu lernen und ihre Perspektive zu erweitern.

Was Du daraus mitnehmen kannst

Wenn Du selbst vegane Inhalte teilst, lass Dich von diesen Kommentaren nicht entmutigen. Im Gegenteil: Sie sind ein Zeichen dafür, dass Deine Beiträge Aufmerksamkeit erregen und Menschen zum Nachdenken bringen. Jeder Kommentar – egal wie negativ – hilft Dir, Deine Reichweite zu erhöhen und Deine Botschaft zu verbreiten.

Und wenn Du das nächste Mal einen abwertenden Kommentar siehst, denk daran: Die Person dahinter arbeitet eigentlich für Dich. Sie sorgt dafür, dass Deine Inhalte mehr Menschen erreichen und dass vegane Themen im Gespräch bleiben. Es ist fast schon ironisch, oder?

Fazit

Das Verhalten von Fleischesser:innen und Anti-Veganer:innen auf Social Media ist ein faszinierendes Phänomen. Es zeigt, wie irrational Menschen manchmal handeln können und wie wenig sie die Mechanismen der Plattformen verstehen, die sie nutzen. Doch für Dich als Veganer:in oder Unterstützer:in veganer Inhalte ist das eine Chance. Nutze die Aufmerksamkeit, die Dir diese Kommentare bringen, und lass Dich nicht von der Negativität beeinflussen. Denn am Ende des Tages sind es Deine Inhalte, die gewinnen.

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