Manchmal gibt es Themen, die mich so tief berühren, dass ich sie unbedingt mit dir teilen möchte. Dieses Mal wurde ich durch den beeindruckenden Blog von Ichigo Komori inspiriert. Sie schreibt mutig und offen über ihre persönlichen Erfahrungen. Ihr Beitrag über Missgendern hat nicht nur meine Gedanken angeregt, sondern mich auch dazu motiviert, die Bedeutung einer gendergerechten Sprache zu betonen – und darauf einzugehen, wie Vorurteile selbst weiße CIS-Personen treffen können.
Warum Missgendern ein Problem ist – für alle
Missgendern bedeutet, jemandem ein Geschlecht zuzuweisen, das nicht der eigenen Identität entspricht. Oft geschieht es unabsichtlich, aus Unwissenheit, manchmal jedoch auch absichtlich mit diskriminierender Absicht. Besonders eindrücklich fand ich in Ichigos Blog die Schilderung einer Situation, in der ihr unterstellt wurde, trans zu sein. Für sie als CIS-Frau war das ein „irritierender“ Moment, der deutlich macht, wie wenig Verständnis für die Vielfalt von Geschlechteridentitäten existiert.
Es ist fast schon ironisch, dass selbst Menschen, die der vermeintlichen „gesellschaftlichen Norm“ entsprechen, nicht vor Missgendern geschützt sind. Dieses Problem weist auf die tief verwurzelte Unsicherheit und Ignoranz in unserer Gesellschaft hin.
Warum gendergerechte Sprache wichtig ist
Gendergerechte Sprache ist viel mehr als nur ein Werkzeug, um Menschen korrekt anzusprechen – sie ist ein Ausdruck von Respekt und Wertschätzung. Mit ihr sagen wir: „Ich sehe dich und erkenne deine Identität an.“ Natürlich kann gendern am Anfang herausfordernd sein. Es erfordert ein Umdenken und manchmal auch bewusste Anstrengung. Aber das ist vollkommen in Ordnung! Fehler sind keine Schande, solange du ehrlich versuchst, es besser zu machen.
Wenn du dir unsicher bist, frage einfach. Fragen ist immer besser, als jemanden unabsichtlich zu verletzen. Die meisten Menschen schätzen es, wenn du dir Mühe gibst, ihre Identität zu respektieren – selbst wenn dabei hin und wieder Fehler passieren. Es geht um den Willen und die Absicht, nicht um Perfektion.
Es geht um uns alle
Oft wird behauptet, gendergerechte Sprache sei ein Zugeständnis an eine „kleine Minderheit“. Doch das ist ein Irrtum. Sie betrifft nicht nur die LGBTQ+-Community, sondern uns alle. Eine Gesellschaft, die Sprache als Werkzeug der Inklusion nutzt, wird insgesamt besser, respektvoller und empathischer. Gendergerechte Sprache hilft, Vorurteile abzubauen und schafft ein Umfeld, in dem sich jede Person sicher und respektiert fühlen kann – unabhängig von ihrer Identität.
Natürlich gibt es Menschen, die sich weigern zu gendern oder bewusst diskriminierend handeln. Doch das eigentliche Ziel ist nicht, Einzelpersonen zu verändern. Vielmehr geht es darum, ein breites Bewusstsein in der Gesellschaft zu schaffen und den Umgang mit Vielfalt insgesamt zu verbessern. Sprache hat die Macht, Einstellungen und Denkweisen zu beeinflussen – lass uns diese Kraft nutzen.
Mein Dank an Ichigo
Ichigo, dein Blog hat mich dazu gebracht, über meine Rolle als Ally nachzudenken und darüber, wie ich aktiv zu einer besseren, inklusiveren Welt beitragen kann. Deine Offenheit und dein Mut, selbst schwierige Themen zu teilen, sind inspirierend. Danke, dass du deine Perspektiven mit uns teilst – sie machen einen Unterschied.
Wenn du mehr von Ichigo lesen möchtest, findest du ihren Blog hier: https://ichigokomori.wordpress.com
Hinweis:
Dieser Beitrag ist nur der Anfang! Durch die Inspiration von Ichigo und die Beschäftigung mit ihrem Artikel habe ich mich dazu entschieden, in den kommenden Tagen weitere Beiträge rund um das Thema "gendern" und "Gender" zu veröffentlichen. Dabei möchte ich nicht nur informieren, sondern auch selbst noch tiefer über diese wichtigen Themen nachdenken. Bleib dran – ich freue mich auf den Austausch mit dir!
Ich freue mich, dass ich dich inspiriert habe und fühle mich richtig geehrt! Und vielleicht schaffen wir dadurch mehr Aufmerksamkeit für das Thema. Außerdem freue ich mich auf die kommenden Beiträge von dir!
LG Ichigo